Dein Google Business Profile (GBP) ist kein digitales Branchenbuch-Eintrag. Es ist der erste Touchpoint, den potenzielle Kund:innen sehen — oft noch vor deiner Website. Und trotzdem ist es bei den meisten lokalen Anbietern halb leer, veraltet oder falsch kategorisiert.
Warum das Profil jetzt doppelt zählt
Google AI Mode zieht Informationen aus zwei Hauptquellen: deiner Website und deinem Business Profile. Wenn die KI eine lokale Frage beantwortet — „bester Zahnarzt für Implantate in Bochum” — gleicht sie beide ab. Widersprüche, fehlende Daten oder ein inaktives Profil senken deine Chancen, zitiert zu werden.
Die 7 Stellschrauben
1. Primäre und sekundäre Kategorie
Die meisten Anbieter wählen eine Kategorie und belassen es dabei. Google erlaubt bis zu zehn. Ein Zahnarzt sollte nicht nur „Zahnarzt” sein, sondern auch „Implantologe”, „Kosmetischer Zahnarzt” und „Kieferorthopäde” — wenn das Leistungsspektrum es hergibt.
Die Kategorie bestimmt, für welche Suchanfragen dein Profil überhaupt in Betracht gezogen wird. Falsche oder fehlende Kategorien sind der häufigste Grund für mangelnde lokale Sichtbarkeit.
2. Leistungen mit Beschreibung
Unter „Dienste” kannst du jede Leistung einzeln auflisten — mit Beschreibung und optional mit Preis. Das ist nicht nur für Nutzer:innen hilfreich. Es liefert der KI strukturierte Daten über dein Angebot, die sie direkt verwerten kann.
Nicht: „Implantologie”. Sondern: „Einzelzahnimplantat — Festsitzender Zahnersatz auf einem Titanimplantat. Digitale 3D-Planung, Behandlung in zwei Sitzungen. Ab 1.200 € netto.”
3. FAQ / Fragen & Antworten
Google zeigt Fragen und Antworten direkt im Profil. Du kannst (und solltest) deine eigenen Fragen stellen und beantworten. Das ist keine Manipulation — es ist dein Recht als Inhaber.
Die gleichen Fragen, die auf deiner Website als FAQ stehen, gehören auch ins Profil. Konsistenz zwischen Website und GBP ist ein starkes Signal.
4. Regelmäßige Beiträge
Google Business Posts sind der am meisten unterschätzte Hebel. Ein Post pro Woche zeigt Google: Dieses Unternehmen ist aktiv. Die Posts erscheinen direkt im Profil und in der lokalen Suche.
Formate, die funktionieren: Fallbeispiele (anonymisiert), saisonale Hinweise, neue Leistungen, Team-Vorstellungen. Kein Marketing-Speak — echte Information.
5. Fotos und Videos
Profile mit mehr als 100 Fotos erhalten laut Google-Daten 520 % mehr Anrufe als Profile ohne Bilder. Nicht Stock-Fotos — echte Bilder von Praxis, Team, Ergebnissen (mit Einwilligung).
Die KI kann Bilder nicht direkt zitieren, aber das Profil-Engagement (Klicks, Verweildauer, Anrufe) fließt in die lokale Bewertung ein.
6. Attribute und Highlights
Barrierefreiheit, WLAN, Parkplätze, Online-Termine, Sprachen — die meisten dieser Felder sind bei lokalen Anbietern leer. Jedes ausgefüllte Attribut ist ein Signal an Google, dass dein Profil gepflegt ist.
Besonders relevant: „Online-Terminbuchung” und „Telemedizin” für Praxen, „Finanzierung möglich” für hochpreisige Anbieter.
7. Einzugsgebiet korrekt definieren
Wenn du Kund:innen auch außerhalb deines Standorts bedienst — etwa als mobiler Dienst oder als Makler mit regionalem Fokus — kannst du dein Einzugsgebiet explizit angeben. Das sagt Google: Dieser Anbieter ist nicht nur in Wetter (Ruhr) relevant, sondern auch in Hagen, Witten und Bochum.
Der Konsistenz-Check
Dein GBP und deine Website müssen dieselbe Geschichte erzählen:
- Gleicher Name, gleiche Adresse, gleiche Telefonnummer (NAP)
- Gleiche Leistungen, gleiche Preisbereiche
- Gleiche Öffnungszeiten
- Gleiche FAQs
Jede Abweichung ist ein Widerspruch, den die KI nicht auflösen kann — und im Zweifel gegen dich wertet.
Wir bauen Websites, die von Tag 1 mit dem Google Business Profile harmonieren. Kein Nachgedanke, kein Add-on — Teil des Systems.