Die Gastro-Szene im Ruhrgebiet boomt. Bochums Bermudadreieck, Dortmunds Kreuzviertel, Essens Rüttenscheid — überall entstehen neue Konzepte. Aber online? Die meisten Gastronomen haben entweder nur ein Instagram-Profil, eine Lieferando-Seite oder eine Website, die seit der Eröffnung nicht aktualisiert wurde.
Wie Gäste ein Restaurant finden
Die Daten sind eindeutig:
- 76 % der Restaurant-Besuche werden am selben Tag entschieden
- „Restaurant in der Nähe” ist eine der häufigsten Google-Suchanfragen überhaupt
- Google Maps ist der wichtigste Kanal für die Restaurantsuche
- KI-Assistenten werden zunehmend gefragt: „Wo kann ich heute Abend gut essen gehen in Bochum?”
In keiner dieser Situationen hilft ein Instagram-Post von letzter Woche. Was hilft: Eine Website, die in Google Maps, in der Suche und in KI-Antworten auftaucht.
Die Gastronomie-Website, die Gäste bringt
Speisekarte online — aktuell und durchsuchbar
Klingt banal, ist entscheidend. Die Speisekarte als PDF ist schlecht für SEO, schlecht für Mobile und schlecht für KI-Systeme. Eine HTML-Speisekarte mit strukturierten Daten (Schema.org Menu) wird von Google und KI direkt verstanden und angezeigt.
Öffnungszeiten und Reservierung prominent
Auf jeder Seite sichtbar. Nicht versteckt im Impressum. Mit OpeningHoursSpecification im Schema-Markup, damit Google die Zeiten direkt in den Suchergebnissen anzeigt.
Atmosphäre transportieren
Professionelle Fotos von Raum, Essen und Team. Nicht die Speisekarte verkauft das Restaurant — die Atmosphäre tut es. Und online transportieren das nur gute Bilder.
Lokale Keywords
Nicht nur „Italienisches Restaurant” — sondern „Italienisches Restaurant Bochum Ehrenfeld”, „Pizza Dortmund Kreuzviertel”, „Brunch Essen Rüttenscheid”. Jeder Stadtteil ist ein eigenes Keyword.
Events und Aktionen
Business Lunch, Sunday Brunch, Live-Musik, Weinabende — alles, was regelmäßig stattfindet, gehört als Content auf die Website. Für Google ist das frischer Content. Für Gäste sind es Gründe, wiederzukommen.
Google Business Profile: Der Gastro-Turbo
Für Restaurants ist das Google Business Profile oft wichtiger als die Website selbst. Es erscheint direkt in der Suche, auf Google Maps und in KI-Antworten.
Was ein perfektes Gastro-Profil braucht:
- Korrekte Kategorie (nicht nur „Restaurant”, sondern „Italienisches Restaurant”)
- Mindestens 20 professionelle Fotos
- Aktuelle Speisekarte (als Menü im Profil)
- Regelmäßige Posts (neue Gerichte, Events, Aktionen)
- Aktive Bewertungsantworten
- Attribute: Außenterrasse, WLAN, barrierefrei, kinderfreundlich
Der Lieferando-Fehler
Lieferando, Wolt und Co. sind bequem — aber teuer. 25–30 % Provision auf jede Bestellung. Und: Der Gast wird zum Lieferando-Kunden, nicht zum Restaurant-Kunden.
Die Alternative: Eine eigene Website mit Online-Bestellfunktion. Kein Mittelsmann, volle Marge, eigene Kundendaten. Für Restaurants mit Stammkundschaft ist das der wirtschaftlich klügere Weg.
Strukturierte Daten für Gastronomie
Schema.org bietet spezifische Typen für Restaurants:
- Restaurant — Name, Adresse, Küche, Preisniveau
- Menu — Speisekarte mit Gerichten und Preisen
- OpeningHoursSpecification — Öffnungszeiten
- AggregateRating — Bewertungsdurchschnitt
- Event — Veranstaltungen und Specials
Wer diese Daten implementiert, wird von Google und KI-Systemen bevorzugt behandelt. Der Aufwand ist einmalig, der Effekt dauerhaft.
Fazit
Die Gastronomie im Ruhrgebiet braucht nicht mehr Instagram-Follower — sie braucht bessere Websites. Eine schnelle, lokal optimierte Website mit strukturierten Daten, guten Fotos und aktuellem Content bringt die Gäste, die nicht nur bestellen, sondern kommen, wiederkommen und empfehlen.