Es ist die häufigste Frage im Erstgespräch: „Was kostet eine Website?” Und die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an. Aber nicht so, wie die meisten denken.
Die Preisspanne — und warum sie so groß ist
Am Markt gibt es alles:
| Variante | Preis | Was man bekommt |
|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo) | 0–30 €/Monat | Template, selbst befüllt, keine Optimierung |
| Freelancer | 500–3.000 € | Design nach Vorlage, WordPress, Basis-SEO |
| Webdesign-Agentur | 2.000–10.000 € | Individuelles Design, SEO, Strategie |
| Full-Service-Agentur | 10.000–50.000+ € | Konzept, UX, Content, laufende Betreuung |
Für lokale Anbieter — Praxen, Kanzleien, Handwerksbetriebe — liegt der Sweet Spot zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Warum? Weil in dieser Preisklasse alles drin sein kann, was für lokale Sichtbarkeit entscheidend ist.
Was eine Website für lokale Anbieter können muss
Nicht verhandelbar
- Responsive Design — Mobile First, nicht Mobile Nachgedacht
- Schnelle Ladezeiten — Unter 2 Sekunden, idealerweise unter 1
- SEO-Grundstruktur — Saubere H-Hierarchie, Meta-Tags, Alt-Texte
- Lokale Signale — Standort, Einzugsgebiet, Google Maps, NAP-Daten
- Strukturierte Daten — Schema-Markup für LocalBusiness
- Kontaktmöglichkeit — Formular, Telefon, beides prominent
- DSGVO-Konformität — Impressum, Datenschutz, Cookie-Consent
Sollte dabei sein
- Blog-Grundstruktur — Auch wenn anfangs leer, die Basis muss stehen
- Standortseiten — Mindestens für die eigene Stadt, besser für das Einzugsgebiet
- GEO-Optimierung — Strukturierte Daten, klare Entitäten, zitierfähige Inhalte
- Google Business Profile Verknüpfung — Konsistente Daten zwischen Website und Profil
Nice-to-have
- Animationen und Mikrointeraktionen — Professioneller Eindruck
- Content-Strategie — Redaktionsplan für den Blog
- Laufende Betreuung — Updates, neue Inhalte, Monitoring
Warum der billigste Anbieter teuer wird
Baukasten: Die versteckten Kosten
Ein Wix- oder Jimdo-Baukasten kostet 20 Euro im Monat. Klingt günstig. Aber:
- Kein individuelles Design — sieht aus wie tausend andere
- Kein Schema-Markup — unsichtbar für KI-Systeme
- Eingeschränktes SEO — technische Limitierungen
- Vendor Lock-in — Umzug fast unmöglich
- Zeit: Die eigene Zeit, die in Befüllung und Anpassung fließt
Nach zwei Jahren: 480 € Abokosten + 100+ Stunden eigene Zeit + eine Website, die nicht performt.
Freelancer zum Sparpreis
Eine 800-Euro-Website ist möglich. Aber realistisch bekommt man: ein WordPress-Theme, minimal angepasst, keine Strategie, keine lokale Optimierung, keinen Support nach der Übergabe. Bei der ersten Google-Algorithmus-Änderung steht man allein da.
Die Rechnung, die sich lohnt
Nehmen wir einen konkreten Fall: Eine Zahnarztpraxis im Ruhrgebiet.
- Investition: 4.950 € für eine professionelle Website mit SEO, GEO und Blog
- Ergebnis: 5 zusätzliche Patient:innen pro Monat über die Website
- Durchschnittlicher Patientenwert: 800 € im ersten Jahr
- Return: 4.000 €/Monat = 48.000 €/Jahr
Die Website hat sich nach weniger als einem Monat amortisiert. Und sie arbeitet jeden Tag weiter — ohne Werbebudget, ohne laufende Kosten.
Worauf man beim Anbieter achten sollte
- Lokale Kompetenz — Versteht der Anbieter lokale Sichtbarkeit? Kann er Schema-Markup?
- Transparente Preise — Paketpreise statt Stundensatz-Blackbox.
- Zeitrahmen — Eine lokale Website sollte in 1-2 Wochen stehen, nicht in 3 Monaten.
- Referenzen in der Region — Hat der Anbieter für ähnliche Branchen gearbeitet?
- Nachbetreuung — Was passiert nach dem Launch? Gibt es Support?
Fazit
Eine gute Website für ein lokales Unternehmen kostet zwischen 2.000 und 5.000 Euro — und ist die beste Investition in Sichtbarkeit, die man tätigen kann. Nicht die billigste Website gewinnt, sondern die, die gefunden wird.